Tagebuchschreiben zwischen Intimität und neuer Öffentlichkeit
Es diskutieren:
Dr. Elisabeth Mardorf, Psychotherapeutin
Irmela Sperl, Doktorandin zum Thema Tagebuch
Frauke von Troschke, Gründerin des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen
Moderation: Stephanie Dötzer
Tagebücher sind wahrscheinlich das persönlichste, intimste Schriftstück überhaupt. Sie werden unterm Bett versteckt, in geheimen Kisten verstaut und manche haben gar kleine Schlösser zum Absperren. Heute wirken Tagebücher oft wie ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Doch den Tagebuchschreibern selbst ist ihr Tagebuch genauso wichtig wie eh und je. Zu Recht, sagen viele Psychologen, denn Tagebuchschreiben helfe, eigene Sorgen zu verarbeiten und Lösungen zu entwickeln. Kurz: Tagebuchschreiben sei also gesund - und diejenigen, die einmal angefangen haben, möchten ihr Tagebuch meist nicht mehr missen. Aber wer sind eigentlich die Tagebuchschreiber? Gibt es womöglich mehr als man denkt? Manche meinen, das Tagebuchschreiben erlebt gerade einen neuen Auftrieb - und zwar im Internet in Form der sogenannten Blogs. Statt versteckt und geheim sind diese digitalen Tagebücher zugänglich für jeden. Aber kann ein Tagebuch eigentlich öffentlich sein? Was macht ein Tagebuch aus? Für wen wird geschrieben - und vor allem: wozu?
Surf-Tipp:
Dr. Elisabeth Mardorf: www.tagebuchschreiben.de
Ausstellungstipp:
Bis 17. Februar, Erste Station der Wanderausstellung "Lebensspuren" im Foyer des Rathauses Emmendingen. Mehr unter: www.tagebucharchiv.de
Letzte Änderung am: 26.01.2008, 03.45 Uhr