Gelesen von Karl-Rudolf Menke vom 22. bis 26.2.2010 um 6.20 Uhr in SWR2 am Morgen
„Du weißt, ich schreibe nicht viel, es sei denn zu vier Händen“. Diese Entschuldigung muss man nicht allzu ernst nehmen, denn Frédéric Chopin war, zumal an heutigen Standards gemessen, ein ziemlich eifriger Briefschreiber.

Chopin im Salon des Fürsten Radziwill
Obwohl viele Briefe verloren gingen, zum Teil auch bewusst vernichtet wurden, erlauben sie, den Komponisten auch in seinem Umgang mit seiner Umgebung kennen zu lernen. Dass er eine melancholische Ader hatte, wissen wir aus seiner Musik. Wie ungeheuer komisch er aber auch sein konnte, welches Vergnügen er am Sprachwitz, an guten Pointen hatte, über welch scharfe Beobachtungsgabe er verfügte – all das erfahren wir allein aus seinen Briefen.
Letzte Änderung am: 18.02.2011, 13.48 Uhr