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SWR2 Literatur Beim Schattenhangschreiten im Farbengetuschel

Der Schriftsteller Werner Lutz

Sendung vom Dienstag, 11.1.2011 | 22.05 Uhr | SWR2

Von Gerwig Epkes

Der Schriftsteller Werner Lutz

Werner Lutz

Werner Lutz, 1930 in Wolfhalden im Kanton Appenzell Außerrhoden geboren, lebt als Schriftsteller und Maler in Basel. Er gehört zu den Stillen in der Reihe der Lyriker. Siegfried Unseld verlegte Lutz' Gedichte als Erster: "Ich brauche dieses Leben", 1979. Davor erschienen seine Gedichte in der Zeitschrift "Akzente" und früh schon wurden sie aufgenommen in die Anthologie "Junge Lyrik 1956". Aber Lutz stieg der Anfangserfolg nicht zu Kopf. Er schrieb weiter, ohne sich einem Publikationszwang zu unterwerfen. Und erst 1992 erschien dann sein zweiter Lyrikband. Dann allerdings folgten bis heute in rascherer Reihenfolge sechs weitere Gedichtbände. Werner Lutz' Lyrik hat eine ganz außergewöhnliche Lyriksprache. Immer sind es sehr kurze Gedichte, häufig nur Einzeilen- oder Zweizeilen-Gedichte: Die Steine öffnen / nachsehen. Ein ganzes Universum vermag er uns Lesern mit solch wenigen Worten zu öffnen. Seine Sprache der poetischen Einfachheit erzeugt einen Sog und eine ungeheure Lust am Wort.

Letzte Änderung am: 10.01.2011, 12.13 Uhr