Uwe Kossack im Gespräch mit Eugen Ruge
Sendung vom Dienstag, 10.1. | 22.05 Uhr | SWR2

Der im Rowohlt-Verlag erschienene Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" erzählt die Geschichte von drei Generationen einer Familie in der DDR vom Ost-Anfang bis zur ins Wendejahr 89 und darüber hinaus. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.
2011 ist Eugen Ruge für diesen Roman mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. "Eugen Ruges Sprache drängt nicht auf, verzichtet auf blumige verbale Schlenker, ist lebendig im Vergehen und besitzt feinen Humor", heißt es in der Begründung der Jury. Das Buch enthalte auf 426 Seiten eine "geballte Ladung Geschichte", verkomme aber niemals zur historischen Nachhilfe.
Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Ural) geboren, war beim DEFA-Studio für Dokumentarfilm tätig, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. Seit 1989 arbeitet er hauptberuflich fürs Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer. Für "In Zeiten des abnehmenden Lichts" erhielt er den Deutschen Buchpreis 2011.
Aufzeichnung vom 21. November 2011 im Literaturhaus Stuttgart
Letzte Änderung am: 09.12.2011, 14.04 Uhr