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Mittwoch, 7. Oktober 2009, 17 bis 19 Uhr

"Es ist alles so finster - verworrene Labyrinthe - kein Ausgang - kein leitendes Gestirn – wenn's aus wäre mit diesem letzten Odemzug – aus wie ein schales Marionettenspiel – aber wofür der heiße Hunger nach Glückseligkeit? Wofür das Ideal einer unerreichten Vollkommenheit? Das hinausschieben unvollendeter Pläne? -
Es ist doch eine so göttliche Harmonie in der seelenlosen Natur, warum sollte dieser Missklang in der vernünftigen sein? Nein! Nein! Es ist etwas mehr, denn ich bin noch nicht glücklich gewesen. - Zeit und Ewigkeit – gekettet aneinander durch einen einzigen Moment! - Grausiger Schlüssel, der das Gefängnis des Lebens hinter mir schließt und vor mir aufriegelt die Behausung der ewigen Nacht – sage mir – o sage mir – wohin – wohin wirst du mich führen? - Fremdes, nie umsegeltes Land! Nein! Nein! Ein Mann muss nicht straucheln – Sei wie du willst, namenloses Jenseits – bleibt mir nur dieses mein Selbst getreu – Sei wie du willst, wenn ich nur mich selbst mit hinübernehme – Außendinge sind nur der Anstrich des Manns – Ich bin mein Himmel und meine Hölle."
Friedrich Schiller
Letzte Änderung am: 24.09.2009, 17.52 Uhr
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