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Sonntag, 4. Oktober 2009, 11 bis 14 Uhr

"Welch ein Aufruhr in meiner Brust? Welch heimliche Flucht der Gedanken – Eben hier haben Helden gestrauchelt und Helden sind gesunken und die Welt belagert ihren Namen mit Flüchen – Eben hier haben Helden gezweifelt und Helden sind stillgestanden und Halbgötter geworden – Engel fingst du mit Sirenentrillern von Unendlichkeit – Menschen angelst du mit Gold, Weibern und Kronen! Ein Diadem erkämpfen ist groß. Es wegwerfen ist göttlich. Geh unter, Tyrann! Sei frei Genua, und ich sein glücklichster Bürger!
Diese majestätische Stadt. Mein! - und darüber emporzuflammen gleich dem königlichen Tag – drüber zu brüten mit Monarchenkraft – all die kochenden Begierden – all die nimmersattn Wünsche in diesem grundlosen Ozean unterzutauchen? - Gewiß! Wenn auch des Betrügers Witz den Betrug nicht adelt, so adelt doch der Preis den Betrüger – Es ist schimpflich, eine Börse zu leeren, es ist frech, eine Million zu veruntreuen, aber es ist namenlos groß eine Krone zu stehlen.
Nicht der Tummelplatz des Lebens – sein Gehalt bestimmt seinen Wert. Zerstückle den Donner in seine einfachen Silben und du wirst Kinder damit in den Schlummer singen; schmelze sie zusammen in einen plötzlichen Schall, und der Monarchische Laut wird den ewigen Himmel bewegen!“
Friedrich Schiller
Letzte Änderung am: 24.09.2009, 17.52 Uhr
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