Sendung vom Donnerstag, 29.3.2007 | 10.05 Uhr | SWR2
Über das Verhältnis von Gut und Böse in der japanischen Kinderwelt
Von Mari Furukawa
Dass das Böse durch vertrauensvolles Handeln ins Gute verwandelt werden muss, ist die Kernaussage vieler Märchen. Im Gegensatz zu den Völkern auf dem eurasischen Kontinent haben sich die Japaner, wahrscheinlich durch die Insellage geschützt, im Laufe ihrer Geschichte ganz lange, eigentlich bis ins tief ins 19. Jahrhundert hinein - keine Vorstellung davon machen können, wie es ist, von fremden Wesen bedroht zu werden. In ihren Märchen hat das Gute und das Böse eine ganz andere Funktion, und dieser Unterschied ist auch noch in den Pokemon-Geschichten und Videospielen zu spüren, die in Japan entwickelt wurden und die ganze Welt erobert haben.
Letzte Änderung am: 11.03.2007, 02.45 Uhr