Sendung vom Montag, 13.7.2009 | 10.05 Uhr | SWR2
Flüchtlingsfamilien und das neue Bleiberecht
Von Barbara Zillmann
Sie sind seit Jahren in Deutschland und haben sich eingelebt. In den Behörden heißen sie "Altfälle". Ihre Kinder sprechen akzentfrei Deutsch und haben gute Schulnoten. Eigentlich könnten diese Familien Vorbilder der Integration, Säulen der Einwanderungsgesellschaft sein. Doch viele langjährig geduldete Flüchtlinge und ihre Familien sind bald von der Abschiebung bedroht. Denn die Hürden des neuen Bleiberechts sind hoch: Nur, wer nie mit den Behörden in Konflikt geriet, und wer sich und seine Familie bis Ende 2009 selbstständig ernähren kann, darf bleiben. Wer jahrelang keine Arbeitserlaubnis bekam, muss nun für eine vierköpfige Familie über 2.000 Euro "erwirtschaften". Doch wie sollen der afghanische Familienvater, der traumatisierte Afrikaner oder die alleinerziehende Vietnamesin das in Zeiten der Krise schaffen?
Letzte Änderung am: 23.07.2009, 13.54 Uhr
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