Der innerdeutsche Naturschutzkorridor und sein Initiator Kai Frobel
Sendung vom Freitag, 20.11.2009 | 10.05 Uhr | SWR2
Von Monika Gras
Ein grünes Band durchzieht Deutschland. Es ist der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen: 1.400 Kilometer lang und nur 100 bis 300 Meter breit. Im Schatten des Grenzzaunes hatte die Natur eine fast 40-jährige Atempause, wurde geschont. Über 6.000 Tier- und Pflanzenarten, davon 600, die auf der Roten Liste stehen, haben hier einen Lebensraum gefunden. Heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, gibt es diese Schatzkammer der Natur noch immer. Zu verdanken ist das unter anderem Kai Frobel, Initiator und Leiter des BUND-Projektes "Grünes Band". Er organisierte 1989 ein erstes Treffen zwischen Naturschützern aus Ost und West. Das "Grüne Band" wurde schließlich als "Naturerbe" in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Bis heute sind 85 Prozent des ehemaligen Grenzstreifens erhalten.
Letzte Änderung am: 06.10.2009, 09.18 Uhr
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