Sendung vom Mittwoch, 15.7.2009 | 10.05 Uhr | SWR2
Tonspur einer Nachkriegskindheit
Von Detlef Berentzen
Der Junge wusste nicht, wer genau in diesem hölzernen Radio saß, auf alle Fälle hatte die Stimme nur ein Auge, das leuchtete grün und magisch. Um diese Stimme versammelten sich Abend für Abend die Erwachsenen, schwiegen, nickten, brummten, tranken dazu Bier oder Schnaps. Der Junge aber bekam seine Brause, stützte den Kopf zwischen die Hände, hörte sich fort, weit fort, und wollte am liebsten nicht zurückkommen. Detlef Berentzen erzählt in seinen "Radio Days" die Nachkriegskindheit eines UnErhörten: Die Erwachsenen haben kaum Worte für ihn, aber das Radio liefert Tag und Nacht den Soundtrack, der ihn leben, atmen, auch verstehen lässt.
Letzte Änderung am: 23.07.2009, 13.57 Uhr
Der SWR ist Mitglied der ARD ![]()
Sitemap | Impressum | Datenschutz | © SWR