Sendung vom Montag, 25.2.2008 | 10.05 Uhr | SWR2
Migranten auf der Meisterschule
Von Marthe Reich
„Stress, keine Zeit für Familie und Freunde, immer allein am Schreibtisch.“ Mit Grausen erinnert sich der KFZ-Handwerker Hamid an die Meisterschule. Nicht nur die Masse an Lehrstoff drückte: Der arabische Muttersprachler mit deutschem Pass kämpfte zusätzlich mit dem schwierigen Bürokratendeutsch. Doch Hamid hat es geschafft – mittlerweile gehört ihm eine eigene Werkstatt, und er bildet sogar Lehrlinge aus. Damit gehört er zu einer Minderheit. Laut offizieller Statistik ist der typische Selbständige mit Migrationshintergrund in Deutschland immer noch der „Gemüsetürke“ ohne nennenswerte Berufsausbildung. Die Ursachen sind vielfältig: Die Lernanforderungen sind hoch, aber es gibt keine spezifischen Unterstützungsangebote für qualifikationswillige Zuwanderer. Dabei könnten mehr Einwanderer mit Meisterbrief oder ähnlicher Ausbildung jungen Migranten hierzulande als Vorbilder dienen und zusätzliche Lehrstellen schaffen.
Letzte Änderung am: 19.02.2008, 03.29 Uhr
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