Sendung vom Mittwoch, 2.5.2007 | 10.05 Uhr | SWR2
Mindestlohn, Kombilohn, Hungerlohn: Wenn das Einkommen nicht mehr ausreicht
Von Sabine Eichhorst
Sie arbeiten als Zimmermädchen oder Friseurin, als Handwerker, Postbote, Wachmann oder Küchenhilfe. Sie arbeiten 40, 50, 60 Stunden pro Woche und verdienen zwischen 1,92 Euro und 7,35 Euro die Stunde. Davon können sie kaum leben und wer jung ist, verzichtet darauf, Kinder zu bekommen, denn wie sollte man von einem Hungerlohn eine Familie ernähren? Während die Politik über Mindest- und Kombilohn-Modelle debattiert, verdingen sich schätzungsweise 3,6 Millionen Menschen in Deutschland in so genannten Niedriglohnjobs, Tendenz steigend. Vor allem im Dienstleistungssektor etablieren sich vorindustrielle Zustände: Löhne werden gedrückt, Überstunden, Sonntagszuschläge und Urlaubsgelder vorenthalten. Wer sich beschwert, wird gefeuert.
Letzte Änderung am: 01.04.2007, 03.43 Uhr
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