Kriminalfälle des Richters Di, alten chinesischen Originalquellen entnommen. Nach dem gleichnamigen Roman von Robert van Gulik
Sendung vom Freitag, 2.3. | 22.03 Uhr | SWR2
Aus dem Englischen von Klaus Schomburg

Mansur (Martin Feifel)
In diesem letzten Fall von Richter Di wird Weltgeschichte berührt. Über dem Sterbelager des Kaisers sind Rivalitäten zwischen der Sippschaft der Kaiserinwitwe Wu Zetian und den Befürwortern des rechtmäßigen Kronprinzen ausgebrochen. Am Vorabend der Inthronisierung der berühmt-berüchtigten Kaiserin ist das Reich durch politische Instabilität bedroht. Gleichzeitig sind in Kanton bereits die Ausläufer eines neuen, aus chinesischer Sicht unzivilisierten Weltreiches zu erkennen: das arabische Kalifat. Vom Tempelbetrieb bis zum Examensverfahren der Staatsanwärter erschließt dieser spannende und atmosphärisch dichte Fall viele kulturhistorische Details.
"Willkommen in der wundersamen Welt des chinesischen Sherlock Holmes! Richter Di, der bis heute im kulturellen Gedächtnis fortlebt, war in der Tang-Dynastie ein berühmter Schiedsmann, der als Rächer der Entrechteten galt. Aus der ihm gewidmeten Folklore, in der die Sehnsucht nach dem kaiserlichen China und seinen Ehrenkodizes mitschwingt, machte der niederländische Diplomat Robert van Gulik einen Seriendetektiv, dessen Gespür für kleine Indizien und große menschliche Schwächen frappiert." (Die Welt)
Hörspielbearbeitung: Heiko Daniels
Regie: Götz Fritsch
(Produktion: SWR/HR 2011 - Ursendung)
Robert van Gulik, geboren 1910 in den Niederlanden, war Diplomat im Fernen Osten, Sprachwissenschaftler, Maler und Schriftsteller. Sein Richter Di gilt als das fernöstliche Pendant zu Sherlock Holmes. Van Gulik starb 1967 in Den Haag.
Letzte Änderung am: 29.01.2012, 07.04 Uhr