Sendung vom Donnerstag, 22.9.2011 | 19.05 Uhr | SWR2
Über den Mythos der Finanzmärkte
von Elisabeth Brückner
Die Finanzmärkte wetten auf sinkende Börsenkurse und schwache Währungen. Sie forcieren Krisen, um von diesen Krisen zu profitieren. Finanzmärkte gehören mittlerweile zu den mächtigsten Akteuren im Weltgeschehen. Und sie treiben die Politik vor sich her.
Norbert Röttgen von der CDU stellt fest, dass wir nicht nur mittendrin in einer ökonomischen Krise stecken, sondern auch eine enorme demokratische Herausforderung erleben: Kann der Staat bzw. kann die Politik noch gestalten, wenn die Finanzmärkte mehr oder weniger diktieren, was zu tun ist?
Was ist das für eine unheimliche Macht, die die Politik degradiert? Wie konnte es soweit kommen, dass die Finanzmärkte Regierungen zum kurzfristigen Handeln zwingen, dass sie sie „erpressen“ (Griechenland) oder „angreifen“ (Italien)? Ein Teil der Antwort steckt in dem Buchtitel „Kritik des Neoliberalismus“. Wir sprechen mit dem Autor Prof. Christoph Butterwegge.
Letzte Änderung am: 23.09.2011, 11.27 Uhr