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geboren am 13. März 1938 in Emden. Aus einem musikalischen Hause stammend, erhält Hans-Joachim Hespos ab 1946 Geigenunterricht und gibt als 10-jähriger sein erstes öffentliches Konzert. Zwei Jahre später folgen die ersten Kompositionsversuche. Nach dem Abitur studiert er an der Hochschule in Oldenburg Pädagogik und arbeitet von 1962 bis 1984 im Schuldienst. Seither ist er als freischaffender Künstler tätig. Er lebt heute in Ganderkesee.
Als kompositorischer Autodidakt legt Hespos keinen Wert auf jede Art von Konformität. Sein Werk lässt sich kaum einordnen. Bislang komponierte er über 200 Werke für Solo, Kammermusik, Ensemble, Orchester, Chor, Radio, Elektroakustik, Film, Elektronik, Bühne, Szene. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich an musikalischen Extremsituationen orientieren. Bekannt sind vor allem seine phantasievollen Wortschöpfungen. In "SYRENE" finden sich als Spielanweisungen Ausdrücke wie "kreischRISSscratch, trockenStille, klopfgePoch" oder mit "reichem Dämpferspiel irres geklitter vielfältiger Echoschwingungen erzeugen".
Seit 1967 erhält er zahlreiche Kompositionsaufträge aus dem In- und Ausland sowie Kompositionspreise und Ehrungen. Seine Werke, die ab 1978 in seinem eigenen Verlag publiziert werden, finden Aufführungen in aller Welt. Bereits 1969 gründet er die Konzertreihe 11.11 neue musik in delmenhorst, der weitere Projekte wie kulturreibe hoyerswege, zentrum aktueller kunst (1982) und wiese GmbH, inspirierendes feld für erprobungen (1993) folgen.
Als Stipendiat der Villa Massimo in Rom (1972-1973) setzt er sich ausführlich mit zeitgenössischer Musik auseinander. 1984 doziert er bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt. Von 1990 bis 1991 Gastprofessor an der Hochschule für gestaltende Kunst und Musik in Bremen, wird er 1991 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg. 1997 bis 1999 leitet er die Projektwerkstatt erweiternde Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Zusammen mit dem bildenden Künstler Jürgen Engel gründet Hespos 1999 die Universitaere Manufactur Com-Position e.V. (UMAC).
Im Jahr 2005 richtet die Akademie der Künste (Berlin) ein hespos-Archiv ein, gleichzeitig wählt die Zeitschrift OPERNWELT die Oper "iOPAL" zur Opernuraufführung des Jahres.
Letzte Änderung am: 30.06.2008, 11.07 Uhr