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Nikolai Korndorf
geboren 1947 in Moskau, studierte Komposition bei S. Blansanyan und Dirigieren bei Lev Gensburg am Konservatorium in Moskau, wo er ab 1972 auch selbst Musikwissenschaft, Musiktheorie, Komposition und Dirigieren lehrte. Die Förderung und Verbreitung neuer Musik lag ihm sehr am Herzen. Viele zeitgenössische Werke wurden unter seinem Taktstock aufgeführt, und auch seine eigenen Kompositionen, die in Russland und ab 1991 in seiner neuen Heimat Canada entstanden, erfuhren weithin Beachtung. In den frühen 70er- und 80er-Jahren basierte Korndorfs Stil auf der Zwölftonreihe und klanglichen Techniken mit wiederholter Verwendung homophoner Spuren früher orthodoxer Hymnik. In den 80er-Jahren kehrte er zur Tonalität zurück, behielt aber sein Interesse an der Hymnik und setze seine Arbeit mit zeitgenössischen Techniken fort. Die Werke aus den späten 80er- und 90er-Jahren sind meist symphonisch und zeichnen sich durch ehrlichen Pathos, dynamische Kraft und Monumentalität aus. Nikolai Korndorf starb 2001.
Letzte Änderung am: 24.11.2006, 16.57 Uhr