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Matthias Pintscher
1971 in Marl/Westfalen geboren. Erhielt seine erste Berührung mit der Musik an der Städtischen Musikschule seiner Heimatstadt in den Fächern, Klavier, Schlagzeug, Violine und Dirigieren. Von 1988 bis 1992 studierte er bei Giselher Klebe. Schnell folgten die ersten Kompositionspreise; etwa der Förderpreis des Süddeutschen Rundfunks in Stuttgart (1991), der 1. Preis beim Hitzacker-Kompositionswettbewerb (1992) oder der 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des Agosto Corcianese, ebenfalls 1992. Im gleichen Jahr nahm Matthias Pintscher mit einem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Unterricht bei Manfred Trojahn. 1993 schlossen sich ein Stipendium der Körber-Stiftung Hamburg sowie das Wilfried-Steinbrenner-Stipendium der Dramatiker-Union Berlin an. Ein Jahr später setzte sich die rasante Karriere des inzwischen 23-Jährigen mit der Teilnahme am 'Wiener Kompositionsseminar' (Peter Eötvös, Klangforum Wien) fort. Für die Oper "Thomas Chatterton" erhielt er 1996 den Preis für Opernkomposition der Körber-Stiftung Hamburg. Ein Jahr später stand er im Mittelpunkt eines Portraitkonzertes bei den Salzburger Festspielen. Seine bereits preisgekrönte Oper "Thomas Chatterton" wurde 1998 an der Dresdner Semperoper uraufgeführt. In der Saison 1999/2000 war Matthias Pintscher Composer in Residence des Nationaltheaters Mannheim.
Auch als Dirigent hat Matthias Pintscher eine internationale Karriere gemacht: So dirigierte er unter anderem das Cleveland Orchestra, das Deutsche Sinfonie-Orchester Berlin, die Staatskapelle Berlin, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Ensemble Modern, das Klangforum Wien und das Scharoun-Ensemble Berlin.
Letzte Änderung am: 24.11.2006, 14.31 Uhr