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Biografie Erhard Karkoschka

geboren 1923 in Mährisch Ostrau (Tschechoslowakei), gestorben am 26. Juni 2009, war nach dem Krieg zuerst Orchestermusiker im damaligen Bayreuther Symphonieorchester. Danach studierte er Komposition, Dirigieren und Musikwissenschaft. Seine Dissertation behandelt die Entwicklung der Kompositionstechnik im Frühwerk Anton Weberns, seine Nebenfächer waren Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft. Von 1958 bis 1968 leitete er an der damaligen Landwirtschaftlichen Hochschule, heute Universität Hohenheim, Chor, Orchester und die "Hohenheimer Schlosskonzerte". Seit 1948 ist er Lehrer an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Dort gründete er 1962 das Ensemble Neue Musik, das sich 1976 von der Hochschule löste und als CONTAC-ENSEMBLE weiterbesteht. Seit 1973 leitete er an dieser Hochschule das Studio für elektronische Musik. 1987 emeritiert. Von 1964 bis 1972 war er Vorstandsmitglied des Instituts für Neue Musik und Musikerzeihung Darmstadt, von 1974-1980 Präsident der Gesellschaft für Neue Musik, Sektion Bundesrepublik Deutschland der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.

Kompositionsaufträge des Bayerischen Rundfunks "...doch fülle zwei und werde vier..." (1980); der Stadt Nürnberg für eine Komposition zum Lutherjahr "von sterben. von der neuen geburt" (1983); der Stuttgarter Philharmoniker "Kammermusik für Orchester" (1984). Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Biennale Zagreb, dem Land Rheinland-Pfalz, dem Deutschen Sängerbund, dem Kulturkreis im Bundesverband der Deutschen Industrie; und Preise bei Kompositionswettbewerben u.a. vom Nationalen Olympischen Komitee, mehrmals von der "Künstlergilde Esslingen", der Stadt Stuttgart und dem Schwäbischen Sängerbund, 1982 Montserrat, 1999 M. Ensle-Preis der Kunststiftung Baden Württemberg. Sein Werkverzeichnis umfaßt Kompositionen für Orchester, Chor, Kammermusik und Orgel, solistische und gemischte Besetzungen, auch szenische und elektronische Musik, multimedia Projekte, einen "Musikalischen Baukasten", Anleitungen zum kollektiven Improvisieren mit Vorlagen dazu, für Musiker und Publikum u.ä.m.

Als Musikschriftsteller hat er drei Bücher publiziert, eines über Notation, das andere über Analyse Neuer Musik, das Notationabuch ist Englische und Japanische übersetzt. Im Chinesischen ist eines über Hörerziehung nur mit Neuer Musik, und ein weiteres, eine Sammlung von Aufsätzen. Seine Aufsätze in Fachzeitschriften behandeln Fragen der gegenwärtigen Musik, hinzu kommen Buchbesprechungen und Rundfunksendungen.

Letzte Änderung am: 24.11.2006, 14.31 Uhr

Sendezeiten Montag und Mittwoch 23.03 bis 24 Uhr

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