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wurde 1938 als Sohn des bekannten griechischen Schriftstellers Angelos Terzakis (1907-1979) in Athen geboren. An der Musikhochschule seiner Heimatstadt und in Köln erhielt er bei Jannis Papaioannou und Bernd Alois Zimmermann seine kompositorische Ausbildung. Im Verlaufe der Jahre entwickelte er als "Komponist zwischen zwei Welten" eine eigene musikalische Sprache, die in den Musikkulturen Griechenlands und des östlichen Mittelmeerraumes wurzelt. Trotzdem ist Terzakis keinesfalls ein bloßer Nachahmer der uralten Tradition seiner Heimat. Er nutzt jedoch deren technische Elemente, um eine eigene Ausrucksweisen zu entwickeln, in der horizontale, d.h.melodische Bildungen überwiegen. Diese Melodik bedient sich allerdings nicht des temperierten Systems der abendländischen Musik, sondern verwendet in vielfältigen horizontalen Operationen Mikrointervalle, kleiner als Halbtöne.
Terzakis versteht seine Musik als eine Art "Bluttranfusion" in die Adern der abendländischen Musik, die durch jahrhundertelange Isolation von den großen ost- und außereuropäischen Musikkulturen in eine Art Sackgasse geraten ist. Auch als Kompositionslehrer bemüht er sich, die Horizonte seiner Schüler zu erweitern. So war er 1985/86 Gastprofessor für Komposition an der Hochschule der Künste in Berlin. 1989 bis1994 war er Professorfür Komposition an der Musikhochschule Düsseldorf. 1990-1997 leitete er die Kompositionsklasse der Musikhochschule Bern, und seit 1994 ist er ordentlicher Professor für Komposition an der Musikhochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig.
Letzte Änderung am: 24.11.2006, 14.31 Uhr