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Valerio Sannicandro
wurde 1971 in Italien geboren, wo er Viola und Komposition studierte. 1995, nach abgeschlossenem Viola-Diplom, zog er nach Deutschland, wo er sich zunehmend der zeitgenössischen Musik zuwandte. Er erhielt einen Post-Graduate Degree für Viola an der Folkwang Hochschule in Essen (mit G. O. Roth) und nahm an Master Classes mit Barbara Maurer und Garth Knox teil, die ihn stark für seine zukünftige Arbeit als Musiker zeitgenössischer Musik inspirierten. Seine Karriere begann als freiberuflicher Violenspieler. In Solo-Konzerten spielt er u. a. zeitgenössische Stücke von Sciarrino, Grisey, Maderna, Scelsi, Murail.
Er studierte zudem Komposition in Köln bei York Höller (Dissertation: Komposition als semiotischer Prozess) und in Frankfurt bei Hans Zander; weiterhin Dirigieren bei Peter Eötvös und Computer Music in Essen bei Dirk Reith. Wichtige Einflüsse erhielt er über die Komponisten Salvatore Sciarrino (IRCAM, Academie d'Ete), Helmut Lachenmann, Jonathan Harvey und Magnus Lindberg. In Köln dirigierte er bei der Triennale das WDROrchester, in Darmstadt bei den Ferienkursen, in Spanien beim Festival de Canaria und in Avignon (Centre Acanthes) sowie die Uraufführung von Karlheinz Stockhausens "Hoch-Zeiten".
Er gewann verschiedene Kompositions-Wettbewerbe in Deutschland (u. a. Musica Viva, München 2002) und Italien, so auch den Kranichsteiner Musikpreis 2000 der Darmstädter Ferienkurse. Einladungen zu Konferenzen und Workshops aus Prag (Music Academy), Berlin (Humboldt-Universität). Tätigkeit als Lehrer während der Darmstädter Ferienkurse.
Seine Kompositionen wurden gespielt u. a. von Salome Kammer, Ensemble Modern, Orchester des Bayerischen Rundfunks, ensemble recherche, Kroumata, musikFabrik, Ensemble Köln, Ensemble Aleph, e-mex; dirigiert von R. Rivolta, P. Hirsch, J. Avery, J. Stockhammer; aufgenommen und gesendet vom HR, MDR, Radio Bremen, Radio Prague 3. Seine Werke wurden in Italien, Deutschland, Frankreich, England, Luxembourg, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Schweden, Österreich, Japan, Canada und den USA aufgeführt. Unterstützung durch die Heinrich-Strobel-Stitung des SWR (2003). Einladung zum IRCAM-Cursus 2003/04, bei dem er aktuell als "Compositeur Associe" in einer Forschungsgruppe zur Verräumlichung tätig ist.
Letzte Änderung am: 24.11.2006, 14.31 Uhr