Seite vorlesen:
"Heimkehr aus der Fremde", von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Silberhochzeit seiner geliebten Eltern komponiert, ist ein Liederspiel mit einer Handlung, die typisch für das bürgerliche frühe 19. Jahrhundert war: Der Hochstapler Kauz kommt in ein beschauliches Städtchen, gerade rechtzeitig zur Feier des 25-jährigen Amtsjubiläums des Bürgermeisters. Er beschließt, sich als der verschollene Sohn Hermann auszugeben, um so die Gunst von dessen Verlobter Lisbeth zu gewinnen. So entsteht ein turbulentes Verwirr- und Intrigenspiel, das sich am Ende jedoch zum Guten hin auflöst.
Zum ersten Mal am 26. Dezember 1829 im Gartensaal des Mendelssohnschen Familienbesitzes in Berlin aufgeführt, sollte es zu Lebzeiten des Komponisten jedoch zu keiner weiteren öffentlichen Inszenierung kommen, da sich Mendelssohn strikt dagegen weigerte. Erst einige Jahre nach seinem Tod 1847 wurde das Autograph publiziert. Dadurch fand das Werk zurück auf die Bühnen, wo es sich schnell großer Beliebtheit erfreute.
Letzte Änderung am: 11.02.2009, 12.23 Uhr