Zur Dialektik von Glaube und Innovation im kompositorischen Schaffen von Mark Andre
Sendung vom Montag, 6.2. | 23.03 Uhr | SWR2
Von Gisela Nauck
Wie bei kaum einem anderen Komponisten bilden Weltanschauung und kompositorisches Schaffen eine solch unauflösbare Einheit wie bei dem Komponisten Mark Andre. Seine Kompositionen gleichen klanglichen Forschungsfeldern, ausgehend von seinen Erfahrungen als protestantischer Christ. Das Zentrum seiner Kompositionsästhetik bildet die Auseinandersetzung mit dem Mysterium der Auferstehung und verbunden damit Kategorien wie Zwischenraum, Identitätswechsel oder Übergang. In den durch ihn kompositorisch vielfältig erforschten Zwischenräumen öffnet seine Musik der Wahrnehmung überraschende Möglichkeitsräume des Hörens. Zugleich aber ist Andre fasziniert von den modernen physikalischen Erkenntnissen der Kosmologie. Zwischen den Polaritäten von Introvertiertheit und Unendlichkeit hat er sich einen ganz eigenen kompositorischen Kosmos geschaffen, der mit unserer heutigen Welt sehr viel zu tun hat.
Letzte Änderung am: 01.01.2012, 03.52 Uhr