Sendung vom Sonntag, 12.2. | 12.05 Uhr | SWR2
Zehn Jahre Prostitutionsgesetz in Deutschland
Von Stefanie Meinecke
Im Jahr 2002 trat in Deutschland das Prostitutionsgesetz in Kraft - mit ehrgeizigen Zielen: Die rechtliche und soziale Stellung von Prostituierten sollte grundlegend verbessert werden. Seither gilt Prostitution nicht mehr als sittenwidriges Gewerbe; Frauen, die anschaffen, haben nun Zugang zur Sozialversicherung, sie können ihren Lohn einklagen. Ein Anliegen der Gesetzesmütter und -väter war es auch, Prostitution aus der Schmuddelecke zu holen, den Frauen mehr gesellschaftliche Anerkennung zukommen zu lassen. Das unter Rot-Grün verabschiedete Gesetz wurde damals als Erfolg einer selbstbewussten Frauenpolitik gefeiert. Prostituierte, SozialarbeiterInnen, kirchliche Hilfsorganisationen, VertreterInnen von Polizei und Politik ziehen Bilanz, ob sich diese Erwartungen erfüllt haben.
Letzte Änderung am: 31.01.2012, 10.14 Uhr