Sendung vom Mittwoch, 24.2.2010 | 22.05 Uhr | SWR2
Von Peter Meisenberg
(Produktion: WDR 2010)

Am 3. März 2009 um 14 Uhr brach das sechsstöckige Magazingebäude des Historischen Archivs der Stadt Köln in sich zusammen und riss die Nachbargebäude mit sich. Zwei junge Männer starben. Einer der bedeutendsten Horte europäischer Stadt- und Kulturgeschichte ist im Untergrund versunken: mit ihm, was der Nachwelt erhalten bleiben sollte, wie die Frontbriefe Heinrich Bölls. Die wahrscheinliche Ursache: eine 30 Meter tiefe U-Bahn-Baugrube unmittelbar vor dem Stadtarchiv. Die Baufirmen, der Bauherr und die Stadtverwaltung weisen sich gegenseitig die Verantwortung zu. Was genau war geschehen? Der Autor trifft bei allen auf gutes Gewissen. Fehlte angesichts der Komplexität des gewaltigen Bauwerks der Überblick?
Letzte Änderung am: 17.01.2010, 04.26 Uhr