Die nordgriechische Region Evros und die Flüchtlinge
Sendung vom Mittwoch, 14.12.2011 | 22.05 Uhr | SWR2
Von Anna Koktsidou

Griechische Polizisten an der griechisch-türkischen Grenze
Sie kommen aus Afghanistan, dem Kongo oder Algerien – sie fliehen vor Krieg, Hunger und Unterdrückung. Jährlich überqueren tausende von Menschen den Fluss Evros in Nordgriechenland, der die Grenze zur Türkei bildet und damit EU-Außengrenze ist.
Doch den Schutz suchenden Menschen wird nicht einmal rudimentäre Hilfe gewährt, die Aufnahmelager sind hoffnungslos überfüllt, die Polizisten heillos überfordert. Die Bewohner schwanken zwischen Ablehnung und Mitleid. "Schweine leben besser", sagt einer der Bürgermeister über die Unterbringungsbedingungen. Ohne die Hilfe von Organisationen wie 'Ärzte ohne Grenzen' wäre alles noch schlimmer.
Um der Lage Herr zu werden, will Griechenland einen Zaun errichten und die Grenze mit Hilfe von FRONTEX, der europäischen Grenzschutzagentur, bewachen. Eine Reise durch eine Region, die selbst von den Griechen vergessen scheint: geprägt durch Landflucht und Emigration nach Deutschland.
Letzte Änderung am: 14.12.2011, 15.54 Uhr