Sendung vom Donnerstag, 18.10.2007 | 20.03 Uhr | SWR2
Aufbruch in Albanien
Von Mirko Heinemann
Albanien liegt am Rande Europas und damit noch immer am Rande des öffentlichen Interesses. Seit den Zeiten des Kalten Kriegs war das Land abgeschottet und als sich in den 90er Jahren die Grenzen öffneten, war Europa entsetzt über die ungeheure Armut, die sich zeigte. Viel geändert hat sich in dieser Hinsicht wenig, noch immer ist Albanien das zweitärmste Land nach Moldawien. Es fehlen in weiten Teilen zivilgesellschaftliche Strukturen, ein Großteil des Menschenhandels, des Waffen- und des Drogenschmuggels in die EU wird über Albanien abgewickelt. Doch neuerdings erfasst eine Wendestimmung das Land, entwickelt sich die Hauptstadt zu einer quirligen Metropole, in der Tourismus, Kunst und Kultur blühen. Bis vor kurzem war der Traum vieler junger Albaner, ihrer Heimat den Rücken zu kehren, heute tragen sie ein neues Selbstbewusstsein vor sich her. Und seit der Kult-Reiseführer Lonely-Planet Tirana als „Party-Stadt“ empfiehlt, kommen auch wieder junge Touristen ins Land.
Letzte Änderung am: 09.09.2007, 03.54 Uhr