Sendung vom Mittwoch, 18.1. | 22.05 Uhr | SWR2
Justizopfer in Deutschland: Der Fall Andreas Kühn
Von Karin de Miguel Wessendorf und Valentin Thurn

25. Juli 2000: Als die Polizei an seiner Tür klopft, glaubt Andreas Kühn, er sei im falschen Film. Er soll der sogenannte 'Gorillamasken-Räuber' sein, der in den 90er-Jahren in Stuttgart vier Banken überfiel. Am selben Tag noch wird er verhaftet. Für seine Täterschaft liegen keine Beweise vor. Die Aussagen mehrerer Zeugen und drei Alibis entlasten ihn. Trotzdem wird er aufgrund von Indizien zu 13 Jahren Haft verurteilt. Elf Jahre sitzt Andreas Kühn mittlerweile hinter Gittern. Unermüdlich versucht er, seine Unschuld zu beweisen. Aber die deutsche Justiz tut sich schwer damit, Fehlurteile zuzugeben. Zur Zeit bemüht sich Andreas Kühn um eine vorzeitige Entlassung. Doch auch wenn er wieder auf freien Fuß kommt – von seinem Leben bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig.
Letzte Änderung am: 13.01.2012, 07.53 Uhr