Sendung vom Mittwoch, 17.11.2010 | 22.05 Uhr | SWR2
Mikrokredite gegen Armut
Von Gerhard Klas
(Produktion: DLF/SWR/SR)
Gruppenbild mit Frauen, gekleidet in bunte Saris, glücklich lächelnd: Bilder solcher Selbsthilfegruppen von Kreditnehmerinnen schmücken die Werbeprospekte zahlreicher Nichtregierungsorganisationen und Investmentfonds für die sogenannten "Mikrokredite". 30 Millionen Kreditnehmerinnen gibt es allein in Bangladesch. Das ist ein Fünftel der Bevölkerung dieses von Armut, Analphabetentum und Naturkatastrophen geplagten Landes.
Die Idee, Armen in der sogenannten Dritten Welt mit Kleinkrediten zu helfen, sich eine eigene Existenz aufzubauen, entstand in den 80er-Jahren. Zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2006, erhielt Muhammad Yunus aus Bangladesch und seine Grameen-Bank für Verdienste im Kampf gegen die Armut den Friedensnobelpreis.
In Bangladesch selbst sind Mikrokredite allerdings höchst umstritten.
Letzte Änderung am: 10.10.2010, 03.20 Uhr