Heinrich von Kleists poetische Komplexitätsforschung
Sendung vom Montag, 14.11.2011 | 22.05 Uhr | SWR2
Von Christian Schärf

Von Schülern gestalteter Ausstellungsraum im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder), wo am 04.03.2011 das Kleist-Jahr eröffnet wurde
Unvorhersehbare Katastrophen, Einflüsse des Wetters, rhetorische Volten, mimische Gesten, falsche Worte – der Zufall lauert überall und bewirkt ununterbrochen den Umsturz von Ordnungen, nur um wieder neue fragile Zusammenhänge entstehen zu lassen.
Kein anderer hat das so früh erkannt wie Heinrich von Kleist, der sich als Schriftsteller in zahlreichen Versuchsanordnungen mit Zufall und Kontingenz auseinandergesetzt hat. Gebündelt kann man diese Versuche als erste Beiträge zu einer Komplexitätsforschung begreifen, wie sie heute im Schnittpunkt von Teilchenphysik, Gesellschaftstheorie, Neurophilosophie und Netzwerktheorie betrieben wird.
Letzte Änderung am: 09.10.2011, 03.22 Uhr