Von Eike Gebhardt
Sendung vom Montag, 27.2. | 22.05 Uhr | SWR2

Wie Kopf und Bauch, Verstand und Gefühl einander bedingen, ist ein ständig aktualisiertes Modethema in gleich mehreren Forschungszweigen: in der Psychologie, den Hirnwissenschaften und der Ethnologie; aber auch in der Philosophie, die Gefühle lange als wirre Störfaktoren für klares Denken stigmatisierte.
Angesichts der plötzlichen Flut von Veröffentlichungen zum Thema spricht mancher heute schon von der öffentlichen Wiederentdeckung der Gefühle, ermöglicht und gefördert von ihren Widersachern, den Wissenschaften. Hatten diese lange Zeit tatsächlich alles, was sich ihren Methoden sperrte, als objektiv nicht mehr vermittelbare Willkür abgetan, so versuchen sie heute die verlorenen Schäfchen in die Theorie und ins Labor heimzuholen.
Letzte Änderung am: 27.02.2012, 13.53 Uhr