Sendung vom Montag, 13.2. | 22.05 Uhr | SWR2
Von Hans Jürgen Bulkowski
Ungeachtet aller Turbomobilität und Hyperaktivität sind wir, was Veränderungen betrifft, von Lähmung befallen. An die Stelle von zukunftsweisenden Perspektiven ist – ob persönlich oder gesellschaftlich – das Bewältigen von Krisen getreten, ein reaktives Verfahren, das höchstens auf den gegenwärtigen Zustand zielt, ihn damit aber nur renoviert, nicht weiterbringt. Es ist, als könnten kulturell und sozial kreative Aufbrüche in die Zukunft kaum mehr aus dem Innern der Gesellschaft kommen. Dennoch empfinden derzeit nicht Wenige so etwas wie Ungeduld und Unruhe. Wir spüren, dass die Zeit drängt, wenn auch kaum noch vorwärts. Erwartet uns künftig überhaupt so etwas wie eine Zukunft? Inzwischen verdichtet sich der Verdacht, jede zu erwartende Zukunft sei zugleich mit Katastrophen, zumindest mit Verschlechterungen, mit bedrohlichen Einschränkungen verbunden.
Letzte Änderung am: 14.02.2012, 14.16 Uhr