Was wird aus dem traditionellen Bildungsbegriff?
Sendung vom Montag, 19.4.2010 | 22.05 Uhr | SWR2
Von Friedrich Pohlmann
Die klassische Vortragsform – die strukturierte Darstellung eines Sachverhalts durch das Wort – hat ausgedient: Heute steht das Bild an erster Stelle. Das Wort fungiert nur noch als dessen Mittler. Der Siegeszug dieser Vortragsform begann zeitgleich mit der Herrschaft des Internet. Inzwischen wurde an allen Hochschulen auch ein neuer Studiengang eingerichtet, der als Inbegriff der computergestützten Globalisierung gelten kann und an dem sich die radikale Veränderung unserer Bildungsinstitutionen und unseres Bildungsbegriffs ablesen lässt: Er heißt "Global Studies" und zeichnet sich weniger durch das Studium der Globalisierung aus, als vielmehr durch eine weitgehend unreflektierte Abbildung ihrer Grundmerkmale. Den Kern bilden Techniken bildzentrierter Vernetzung mit Universitäten überall auf der Welt, während Bildungsinhalte auf trivialisierte Brocken von Information reduziert worden sind.
Letzte Änderung am: 14.03.2010, 05.12 Uhr
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