Sendung vom Donnerstag, 29.9.2011 | 19.20 Uhr | SWR2
Mit dem Lexikonspiel zum Mitmachen
Gast im Studio: Der Poetry Slammer und Lehrer Alexander Willrich
Moderation: Lennart Seebald
Poetry Slam bedeutet so viel wie Schlacht der Dichter. Das hat nichts mit Gewalt zu tun, wer dichtend zuschlägt, der präsentiert sich einem Publikum und trägt selbst verfasste Texte vor; für den 25-jährigen Alexander Willrich ist es Leidenschaft geworden. Seit 2007 trägt er seinen Teil zur Slam-Szene Deutschlands bei: als Texter am Schreibtisch, als Performer auf der Bühne und als Lehrer. Er ist nämlich überzeugt davon, dass Slammen die Sprachkompetenz stärkt und die Kreativität fördert. In Lehrerseminaren, an Schulen, Universitäten und in Fortbildungsveranstaltungen gibt er Anregungen, wie der Poetry Slam im Unterricht verwendet werden kann. Auch die Abschlussarbeit seines Studiums an der PH Ludwigsburg schrieb Alexander Willrich zu diesem Thema. Sie heißt "Poetry Slam in Deutschland". In Theorie und Praxis möchte er damit seine persönlichen Erfahrungen von der Bühne und als Lehrer weitergeben.
An jedem letzten Donnerstag im Monat spielt der Dschungel-Moderator mit seinem Studiogast und den Hörern das Lexikonspiel; es geht dabei um ein seltenes und interessant klingendes Fremdwort. Die Hörer sind aufgefordert, möglichst fantasievolle Erklärungen für diesen Begriff zu erfinden. Dann wird die richtige Definition aus dem Lexikon unter die erfundenen gemischt, und der Gast muss erraten, welche Erklärung stimmt. Rät er richtig, darf er sich eine CD wünschen. Wenn er sich täuscht, dann bekommt der Hörer einen Preis, auf dessen Erklärung der Gast hereingefallen ist.
Abgesehen vom Spiel steht der Studiogast im Mittelpunkt der Sendung; es geht um seine Arbeit, sein Leben, seine Pläne.
Gesucht wurden Definitionen für das folgende Wort:
Wobbeln (engl.)
Die korrekte Definition aus dem Lexikon:
Eine periodische Schwankung verursachen (Phys.)
Einige Fantasiedefinitionen unserer Hörer:
1. Medizinische Therapieform, um Unterhautfettgewebe zu glätten, Massageunterart. (Christine Wolff)
2. Eine spezielle Klöppeltechnik, bei der kleine Perlen (so genannte Wobbel) in die Spitze eingeklöppelt werden. (Walter Baumeister)
3. Süddeutscher Mundartausdruck für das Windelwechseln. (Judith Wilhelm)
4. Vom Englischen „to wob“ = herumlaufen. Gemeint ist ein zielloses, gedankenloses Herumlaufen. (Erwin Pischel)
Letzte Änderung am: 26.09.2011, 12.15 Uhr