Sendung vom Montag, 20.6.2011 | 19.20 Uhr | SWR2
Junge Burmesen in Thailand
Von Ingrid Norbu
Birma oder Myanmar, wie das Land seit 1989 heißt, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die ehemalige britische Kolonie in Südostasien wird seit der Unabhängigkeit 1948 von wechselnden Militärregimes regiert. Demokratische Bewegungen wurden von der Junta blutig niedergeschlagen. Hunderttausende Burmesen haben ihre Heimat in Richtung Thailand verlassen. Die meisten fliehen aus wirtschaftlichen Gründen und leben illegal in Thailand. Andere haben aus Angst vor der brutalen Militärjunta, die Demonstrationen für Demokratie mit langen Gefängnisstrafen ahndet, Schutz auf der anderen Seite der Grenze gesucht. Aber wer als politischer Flüchtling kein Asyl findet, muss in einem der Flüchtlingslager entlang der thailändisch-burmesischen Grenze ausharren. Viele der Burmesen dort sind jung und kennen das Land ihrer Vorfahren nur aus Erzählungen. Andere fühlen sich in den Erfahrungen, die sie in Myanmar gemacht haben, noch immer gefangen.
anschließend Dschungelmusik
Moderation: Roland Wagner
Letzte Änderung am: 15.05.2011, 03.17 Uhr