Sendung vom Mittwoch, 3.3.2010 | 19.20 Uhr | SWR2
Junge Argentinier kämpfen gegen den Anbau von Gen-Soja
Von Francisco Olaso
Die argentinische Regierung hat 1996 den Anbau von genmanipuliertem Soja gestattet. Eine folgenschwere Entscheidung. Heute ist die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes mit einem Soja-Teppich überzogen: eine grüne Wüste. Die riesigen Felder werden aus der Luft mit Glifosat besprüht, einem Herbizid, das praktisch alle Pflanzen vernichtet außer den genmanipulierten Sojapflanzen. Jahrelang belud Fabián Tomasi Sprühflugzeuge mit dem Pflanzengift und ahnte nicht, wie gefährlich seine Arbeit war. Fabián ist heute pflegebedürftig, denn das Gift hat seine Muskeln und Organe fast zerstört. Nur wenige Glifosat-Opfer wagen sich an die Öffentlichkeit, weil vom Soja-Boom nicht nur Großagrarier profitieren, sondern auch Nachbarn, Freunde und Familienangehörige. Aber es gibt auch junge Landwirte, die sich gegen den gefährlichen Soja-Anbau wehren, wie Gisel und ihr Mann Cristian.
anschließend Dschungelmusik
Moderation: Petra Haubner
Letzte Änderung am: 24.01.2010, 04.19 Uhr