Sendung vom Donnerstag, 10.3.2011 | 19.20 Uhr | SWR2
Das Dschungel-Magazin
Moderation: Patrick Batarilo
Gast im Studio: Christophe Chan Hin, Autor und Kommunikationsdesigner
Stundenlang kann er mit sich selbst diskutieren – und dabei sogar mehr als zwei Positionen vertreten. Vielleicht liegt das auch an seiner Herkunft: Christophe Chan Hin ist der Sohn eines in Mauritius geborenen Chinesen und einer in Tunesien geborenen Französin, viel Potential für widersprüchliche Meinungen. Christophe selbst wurde 1981 in Frankfurt am Main geboren und lebt heute als Kommunikationsdesigner in Mannheim. Hier hat er an der Hochschule Kommunikationsdesign studiert. Als Abschlussarbeit verfasste und gestaltete er sein erstes Buch: „Ideal – Die neue Weltreligion“, ein satirischer Rundumschlag auf heutige Lebensphilosophien.
Seit 2009 engagiert sich Christophe auch netzpolitisch, nebenbei betreibt er unter anderem ein Blog, auf dem er Video-Schätze aus Musik und Design sammelt. Viel zu tun – deshalb kriegen nur angemeldete Besucher einen aufgeräumten Schreibtisch zu sehen, wie er selber sagt.
Der Beitrag: Lesung aus „Ideal“
„Damit ich auch öfter etwas Neues zu sehen bekomme, werde ich Ideale einführen, welche die Menschen inspirieren sollen, Neues zu erfinden“, sagt sich die große Entität und kreiert, was das Zeug hält. Ada und Evan, die ersten Menschen auf dieser – unserer eigenen nicht ganz unähnlichen – Erde, dürfen sich im Folgenden mit den frisch geschöpften Idealen herumschlagen: Von der Wirklich Wahren Liebe über das Geile Konsumluder bis zum Alles Verändernden Wechsel, alle Ideale haben ihre ganz eigenen Vorstellungen vom richtigen Leben. So entsteht eine satirische Schöpfungsgeschichte der anderen Art, die so ziemlich alles auf die Schippe nimmt, was dem modernen Mensch zur Orientierung dienen soll.
Das Hörspiel: Gwendolin
Folge 5: Einbrecher
Von Christian Berner
Es war einmal eine nette Familie, die wohnte in einem hübschen Häuschen am Rande einer Kleinstadt. Zu dieser Familie gehörte auch ein kleines Mädchen: Gwendolin. In dieser Folge gerät ein Callcenter-Mitarbeiter des Gewinninstituts Fackelmann an die Kleine mit der großen Phantasie. Ob er heute wirklich ein paar Adressdaten bekommt?
Das Gedicht: Gewinner des Poetry Slams im Rosenau Stuttgart
„Lokalität und Bühne“ steht in großen Lettern auf der Website des Rosenau Stuttgart. Das klingt brav, ist es aber natürlich nicht. Besonders nicht beim traditionellen Poetry Slam. Der wilde Dichterwettstreit mit Publikumsbeteiligung findet schon seit 10 Jahren jeden Monat auf besagter Bühne statt. Diesen Monat heißt die Gewinnerin Theresa Hahl. Die 20jährige Anglistikstudentin qualifizierte sich für das Finale mit dem Text „Das Herzmäre“, eine Hommage auf die mittelalterliche Versgattung Märe.
Letzte Änderung am: 21.02.2011, 10.17 Uhr