Sendung vom Donnerstag, 9.9.2010 | 19.20 Uhr | SWR2
Das Dschungel-Magazin
Gast im Studio: Kai Gildhorn, ‘Mundräuber‘
Unser Gast ist 1972 in Stralsund geboren. Nach einer Berufsausbildung zum Vollmatrosen der Handelsschifffahrt studierte er in Rostock und Lancaster und arbeitete anschließend als Umweltingenieur. Vor einem Jahr gründete Kai Gildhorn die Internetplattform mundraub.org, die besitzerlose Obstbäume in der Stadt und auf dem Land verzeichnet. Piktogramme zeigen auf der Website, um welche Obstsorte es sich an welchem Ort handelt. Jeder darf diese Bäume abernten, und wer selbst einen ‘herrenlosen‘ Baum entdeckt, kann Infos auf die Mundraub-Seite stellen. Bei aller Entdeckerfreude geht es Kai Gildhorn auch darum, wieder ein Bewusstsein dafür zu bekommen, was vor der eigenen Haustür wächst, und nicht gedankenlos Früchte zu konsumieren, die um die halbe Welt gereist sind.
Urbane Gärten
Von Klaus Lüber
Beete umgraben und Unkraut jäten waren bislang keine typischen Beschäftigungen junger Großstadtbewohner. Aber mittlerweile engagieren sich immer mehr jüngere Menschen in Gartenprojekten, die mit dem klassischen Schreber- oder gartenzwerg-verseuchten Vorgarten nicht mehr viel gemeinsam haben. Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg ist so ein urbaner Garten, der nebenbei auch Veranstaltungsort und Treffpunkt für Leute ganz unterschiedlicher Herkunft ist.
Das Gedicht:
Abkühlen
Von Nikola Richter
Die 34jährige Nikola Richter stammt aus Bremen und lebt in Berlin. Sie schreibt Theaterstücke, Prosa und Gedichte, gründete eine Lesebühne und ein Online-Literaturmagazin. Ihr Gedicht “abkühlen“ entstammt dem kürzlich erschienenen Band “Die Schönheit ein deutliches Rauschen“, in dem der Herausgeber Ron Winkler Ostseegedichte überwiegend jüngerer AutorInnen versammelt hat.
Das Hörspiel:
Polizei
Von Tom Heithoff
Im Stadtpark ist eine Handtasche gestohlen worden. Die Besitzerin der Tasche geht zur Polizei und will Anzeige erstatten. Aber so einfach ist das nicht. Die Wache wird zu einem Irrenhaus, und am Ende glaubt die Bestohlene, selbst verschwunden zu sein.
Redaktion: Karin Hutzler
Letzte Änderung am: 24.08.2010, 10.13 Uhr
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