Sendung vom Mittwoch, 10.2.2010 | 19.20 Uhr | SWR2
Tatjana Lokschinas Kampf für die Menschenrechte
Von Julia Solovieva
Tatjana Lokschina ging Anfang der 90er-Jahre zusammen mit ihren Eltern in die USA und kehrte 1998 nach dem Studium als lebenslustige Journalistin nach Moskau zurück. Auf der Suche nach einem neuen Job landete sie bei einer Menschenrechtsorganisation, und auf einmal wurde es ernst: Sie bereiste den Kaukasus und entwickelte sich zu einer Expertin und mutigen Kritikerin des tschetschenischen Präsidenten Kadyrow. Als am 19. Januar 2009 der Anwalt Stanislaw Markelow, mit dem sie zusammengearbeitet hatte, in Moskau auf offener Straße ermordet wurde, fragte sie sich. "Vielleicht wurde er wegen meiner Fälle umgebracht? Will ich, dass noch jemand deshalb stirbt?" Aber aufzuhören kommt für Tatjana Lokschina nicht infrage, "denn das hieße, die Menschen, die für diese Arbeit gestorben sind, noch einmal zu beerdigen."
anschließend Dschungelmusik
Moderation: Christine Watty
Letzte Änderung am: 03.01.2010, 04.26 Uhr