Entfernungen abschätzen nach Spinnen-Art.
aus der Sendung vom Samstag, 28.1. | 10.05 Uhr | SWR2
Beitrag von Klaus Herbst
Entfernungen mit den Augen richtig einzuschätzen ist für Menschen und die meisten Tiere gleichermaßen überlebenswichtig. Und die Natur hat dafür im Lauf der Evolution höchst effiziente Methoden entwickelt. Die eine basiert darauf, dass sich die Augen aus leicht unterschiedlicher Position auf eine bestimmte Entfernung scharf stellen müssen. Und diese Fokussierung wird dem Gehirn gemeldet. So ist das auch bei uns Menschen. Bei der anderen Methode bewegen Tiere ihren Kopf hin und her und dabei verschieben sich nahe Gegenstände schneller im Bild als weit entfernte. Dieser Effekt heißt Bewegungsparallaxe oder englisch motion parallax.
Es gibt aber noch eine dritte Art, und die haben Forscher in Japan jetzt erstmals bei Springspinnen experimentell nachweisen können. Klaus Herbst hat nachgefragt.
Letzte Änderung am: 27.01.2012, 10.57 Uhr