Warum die Telemedizin in Deutschland nur schleppend voran kommt.
aus der Sendung vom Samstag, 7.1. | 10.05 Uhr | SWR2
Moderator im Gespräch mit Peter Welchering
Computer und online-Dienste sollen das Gesundheitswesen in den nächsten Jahren revolutionieren. Das hoffen nicht nur die Unternehmen der Informations- und Telekommunikations-Branche, die daran kräftig verdienen wollen, sondern das fordern auch viele Politiker - hierzulande und vor allem in Brüssel. So sollen schon ab 2015 alle EU-Bürger online auf ihre Patientendaten zugreifen können - datengesichert versteht sich - und ab 2020 sollen sie die Möglichkeit haben, sämtliche bis dahin zugelassene Dienstleistungen der Telemedizin europaweit in Anspruch zu nehmen über entsprechend schnelle Internet-Zugänge. Das sind schon recht ehrgeizige Ziele, wenn man sich vor Augen hält, wie schleppend es hierzulande allein mit der elektronischen Gesundheitskarte vorangeht.
In Stuttgart begrüße ich den Kollegen Peter Welchering, Herr Welchering, Sie waren kürzlich auf einer Tagung in Oslo über das digitale Krankenhaus, wo viele Zukunftsszenarien diskutiert wurden. Wie sind denn dort diese hochfliegenden Pläne der Europäischen Union bewertet worden, zu all dem, was man neudeutsch e-health nennt?
Letzte Änderung am: 05.01.2012, 09.19 Uhr