Wie sich elektronische Ausweis-Karten klonen lassen.
aus der Sendung vom Samstag, 17.12.2011 | 10.05 Uhr | SWR2
Beitrag von Peter Welchering
Während der goldfarbene Chip auf der Scheckkarte noch den direkten elektrischen Kontakt mit dem Lesegerät des Geldautomaten braucht, enthalten immer mehr Plastik-Karten einen unsichtbaren Chip in ihrem Innern, der auch aus einiger Entfernung kontaktlos über Radiowellen ausgelesen werden kann. Diese Funkchips finden sich zum Beispiel in der neuen elektronischen Gesundheitskarte oder auch in den neuen Personalausweisen und Reisepässen. Auch viele Firmenausweise, mit denen sich Türen öffnen lassen, nutzen diese Technik. Weil der Datenaustausch verschlüsselt erfolgt, hatte man diese sogenannten RFID-Chips bisher für ziemlich sicher gehalten. Aber Anfang November haben Forscher an der Universität Bochum gezeigt, wie sich der Verschlüsselungs-Code doch knacken lässt. Darauf hat nun die Chip-Industrie wiederum sehr schnell reagiert und neue Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Ein Hase-Igel-Wettlauf mit sehr ernstem Hintergrund.
Letzte Änderung am: 16.12.2011, 10.42 Uhr