Der Mythos vom „Oxidativen Stress“.
aus der Sendung vom Samstag, 17.12.2011 | 10.05 Uhr | SWR2
Beitrag von Ulrike Till
"Oxidativer Stress" und "freie Radikale". Diese beiden Begriffe sind längst nicht mehr nur Medizinern und Biologen geläufig, sondern auch den meisten gesundheitsbewussten Zeitgenossen und allen Anti-Aging-Freaks. Denn seit mehr als 50 Jahren wird vermutet, dass dieses Schreckenspaar zum einen bei vielen Krankheiten eine Schlüsselrolle spielt und dass es zum anderen eine der Ursachen dafür ist, dass wir mit den Jahren sichtbar altern. Der eine mehr, die andere weniger. Pillen und Cremes mit chemischen Gegenmitteln, den sogenannten Anti-Oxidantien verkaufen sich deshalb seit vielen Jahren prächtig. Nun aber ist es Wissenschaftlern am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg erstmals gelungen, diesen ominösen oxidativen Stress durch freie Radikale nicht nur in Zellkulturen zu verfolgen, sondern direkt in lebenden Tieren. Und dabei haben sie Erstaunliches festgestellt.
Letzte Änderung am: 16.12.2011, 10.42 Uhr