Der Bachelor-Abschluss hat die Abbrecher-Quote nicht verringert.
aus der Sendung vom Samstag, 23.2.2008 | 10.05 Uhr | SWR2
Beitrag von Anja Braun
Der sogenannte Bologna-Prozess ist in Deutschland mittlerweile weit gediehen. Ein Großteil der Studiengänge wurde bereits auf die international üblichen Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt und ab 2010 sollen Diplome und Magistertitel endgültig der Vergangenheit angehören. So weit so gut. Aber im Zug dieser einschneidenden Reformen sind offenbar auch etliche Fehler gemacht worden. Zum einen knirscht es im Getriebe, weil es zu unschönem Gerangel um Seminarplätze kommt zwischen den neuen Bachelor-Studies und ihren herkömmlichen Diplom-Kommilitonen. Die werden als Auslaufmodelle mittlerweile vielerorts regelrecht diskriminiert und benachteiligt. Darüber haben wir ja in Campus bereits berichtet. Außerdem wurde ein Ziel der Reform offenbar nicht erreicht. Die verkürzten Bachelor-Studiengänge haben die Quote der Studienabbrecher in einigen Fächern und an bestimmten Hochschulen nicht verringert, sondern im Gegenteil sogar ansteigen lassen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer neuen Studie des Hochschulinformationssystems. Anja Braun hat darüber unter anderem mit der Vorsitzenden der Hochschulrektorenkonferenz Prof. Margret Wintermantel gesprochen.
Letzte Änderung am: 22.02.2008, 11.00 Uhr