Haifisch-Haut sorgt für zusätzlichen Schub.
aus der Sendung vom Samstag, 11.2. | 10.05 Uhr | SWR2
Beitrag von Ralf Krauter
Seit eh und je lassen sich Tüftler und Erfinder von der Natur inspirieren. So waren die ersten Flügel, mit denen sich Menschen in die Lüfte schwingen wollten, schlicht denen der Vögel abgeschaut und nachgebaut. Aber wie man weiß, hat das nicht funktioniert. Erfolgreicher waren da schon die diversen Maschinen, die Leonardo da Vinci nach dem Vorbild der Natur konstruiert hat. Aber erst seit etwa 50 Jahren wird dieses Abkupfern von der Natur systematisch betrieben und hat auch einen eigenen Namen. Bionik: also eine Synthese aus Biologie und Technik. Ein Klassiker dieser Disziplin ist die Haifisch-Haut. Zunächst hat man entdeckt, wie sie den Strömungswiderstand dieser Fische drastisch verringert. Das Geheimnis liegt in den unzähligen messerscharfen Schuppen, die die Haifisch-Haut bedecken. Und das lässt sich z. B. auf Flugzeuge und Schiffe übertragen, um Sprit zu sparen. Dieselben Schuppen verhindern auch, dass sich allerlei Meeresgetier auf Schiffsrümpfen ansiedelt. Beide Effekte sind lange bekannt. Doch die Haifischhaut hat offenbar noch mehr Überraschungen zu bieten. Wissenschaftler der Harvard University in Cambridge, USA berichten darüber in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Biology.
Letzte Änderung am: 10.02.2012, 10.50 Uhr