Das teuerste Labor aller Zeiten soll endlich "liefern". Von Dirk Lorenzen. SWR2 Campus vom 07.01.2012.Die internationale Raumstation erinnert manchmal an eine Spielzeugeisenbahn. Am meisten Spaß macht das Aufbauen, da sind alle noch mit Feuereifer und Vorfreude dabei. Aber wenn die Anlage erst einmal fertig ist, wird es relativ schnell langweilig, den Zügen dabei zuzusehen, wie sie High-Tech-gesteuert praktisch von alleine im Kreis herum fahren.Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied. Eine Spielzeugeisenbahn gibt es schon für den Preis eines normalen Computers. Die Internationale Raumstation hingegen dürfte mit rund 100 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Sie ist damit bei weitem die teuerste Forschungseinrichtung aller Zeiten. Dagegen sind die Kosten für den gigantischen Teilchenbeschleuniger LHC in Genf oder für den im Aufbau befindlichen Fusions-Testreaktor ITER fast schon peanuts.Und da darf man dann schon mal über Kosten und Nutzen nachdenken. Ein Kommentar von Dirk Lorenzen.