Sendung vom Samstag, 11.2. | 22.03 Uhr | SWR2
Karl Friedrich Schinkel im Rheinland
Von Reinhard Hübsch
Sechs Mal bereiste der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel die Rheinlande. Der Begründer des Klassizismus und wohl wichtigste Architekt des 19. Jahrhunderts besuchte zwischen 1816 und 1838 Trier und Mainz, Freiburg und Baden-Baden – hier plante er eine Kirche, dort bestaunte er Dom und Münster, inspizierte Straßen, kontrollierte Gefängnisneubauten. Und er ließ sich bei seinen Aufenthalten in Eifel und Breisgau immer wieder inspirieren und begeistern.
Kurz vor Schinkels erster Rheinreise waren die Rheinlande dem Machtbereich der Preußen eingegliedert worden, und in der Folge mussten die Neubauten und Denkmäler an Rhein und Mosel von Berlin aus beaufsichtigt werden. Ob Rekonstruktionen von historischen Burgen oder aber Neubauten – die Architektur hatte für die Monarchen der preußischen Kapitale die Funktion eines Zeichensystems. Und sie "demonstrierte den politischen Gestaltungsanspruch des königlichen Bauherrn" (Jan Werquet). Reinhard Hübsch hat sich auf die weitgehend vergessenen Spuren Karl Friedrich Schinkels zwischen Köln und Basel gemacht - und er fragt auch nach dem Politiker im Architekten.
Letzte Änderung am: 13.02.2012, 11.41 Uhr