Sendung vom Dienstag, 1.1.2008 | 23.03 Uhr | SWR2
Eine Anthologie
von Johannes S. Sistermanns
Realisation: Johannes S. Sistermanns
Produktion: SWR 2007 - Erstsendung
Länge: 56 Minuten
Mit der Öffnung Chinas zum Westen Anfang der 90er Jahre beginnt, was sich seither langsam, aber mit großem Interesse vor allem in den Zentren Peking und Shanghai Bahn bricht: das Komponieren mit Computer. Jenseits der DJ-Club-Szenen und einer bewusst gegen den Trend steuernden Undergroundszene arbeiten junge Komponisten sowohl mit traditionellen chinesischen Instrumenten als auch mit selbst aufgenommenen Klängen und soundverarbeitender Software. In einem Kompositionswettbewerb des jährlich stattfindenden "musicacoustica"-Festivals in Peking erkundete Johannes S. Sistermanns als eingeladener Juror Motivation, Raumkonzepte, fließende Annährungen an eine ars acustica, die mit vehementem Potential nach der eigenen Sprachfähigkeit sucht. Aus den Wettbewerbsbeteiligungen ausschließlich junger chinesischer Komponisten hat er eine breite Auswahl getroffen, die der Frage nach kompositorischer Motivation in einem Prozess zwischen Akkulturation und sich zunehmend steigernder Identität im künstlerischen Schaffen nachgeht.
Johannes S. Sistermanns: geboren 1955 in Köln, studierte 1976-198 Komposition an der Kölner Musik-Hochschule u.a. bei Mauricio Kagel und promovierte an der Universität Osnabrück über „Opernregie im Fernsehen“. zwischen 1977 und 1995 Gesangstudien an der Hindu-Universität in Benares,in Kalkutta, München und New York. Seit 1987 längere Stipendienaufenthalte in New York, Paris, USA, Australien und Japan. Seit 1991 Lehraufträge und Vorlesungen. – zahlreiche Preise, u.a. Karl-Sczuka-Förderpreis des SWR (1997). Arbeit auf den Feldern Klang-Plastik,Neues Musiktheater, Klang-Performance, Instrumentalkomposition; außerdem über 30 radiophone Hörstücke.
Letzte Änderung am: 25.11.2007, 04.19 Uhr
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