Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (1/7)
Sendung vom Donnerstag, 9.2. | 20.03 Uhr | SWR2
Johann Mattheson: "Der Vollkommene Capellmeister"
Dagmar Munck im Gespräch mit Silke Leopold
Der Slogan "Alles was man wissen muss" ist nicht etwa eine Erfindung unserer postmodernen Informationsgesellschaft. Schon vor über 250 Jahren hat der Komponist und Musikforscher Johann Mattheson damit für sein Handbuch geworben: "Der Vollkommene Capellmeister" heißt es, und es enthält "alle Sachen, die einer wissen, können, und vollkommen inne haben muss, der einer Capelle mit Ehren und Nutzen vorstehen will" – so liest man auf der Titelseite. Mattheson hat ein Allround-Buch geschrieben: Es enthält eine Musikgeschichte, eine knapp zusammengefasste Musiktheorie, eine Anleitung, wie man eine Melodie geschmackvoll verziert bis hin zu ganz handfesten praktischen Tipps, etwa wie ein Kapellmeister für Disziplin und Ordnung sorgen kann – alles ist drin in diesem knapp 500 Seiten dicken (und damit eigentlich erstaunlich dünnen) Buch. Dank Matthesons witzig-ironischer Schreibe kann man es auch heute noch mit Vergnügen lesen. (Teil 2, Donnerstag, 16. Februar, 20.03 Uhr)
Johann Mattheson
Sinfonia et Coro aus "Magnificat a due cori"
Die Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens
Georg Philipp Telemann
Der stürmende Äolus,
Der angenehme Zephir (Menuett),
Ebbe und Flut (Gigue)
Akademie für Alte Musik
Georg Friedrich Händel
Sarabande aus der Oper "Almira"
Fiori musicali
Leitung: Andrew Lawrence-King
Georg Friedrich Händel
"Lacia ch' io pianga" - Arie der Almirena aus der Oper "Rinaldo"
Sandrine Piau
Europa Galante
Fabio Biondi
Jean Philippe Rameau
Arie aus der Oper "Zoroastre"
Mark Padmore, Zoroastre
Les Arts Florissants
Leitung: William Christie
Benedetto Marcello
Arie "Altro non amo" aus der Kantate "Quando penso agl' affanni"
Andreas Scholl (Coutertenor)
Accademia Bizantina
Leitung: Ottavio Dantone
Letzte Änderung am: 08.02.2012, 12.46 Uhr