Ein SWR-Team in China
Am 6. Januar, zum Abschluss von SWR2 extra: China, sendet SWR2 eine echte Peking-Oper. Komponiert hat sie der deutsche Komponist Karsten Gundermann. Um diese Oper mit traditionellen Instrumenten für SWR2 aufzunehmen, reiste ein SWR-Team im Oktober 2007 nach Peking. SWR2-Musikredakteur Reinhard Ermen berichtet in seinem Tagebuch von der Reise und der Begegnung mit einer für europäische Ohren ungewöhnlichen Musik.
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr
26.10.07 Freitag
Noch ehe die Reise begonnen hat, gibt es ein leichtes Zittern. Werden wir trotz der streikenden Lokführer pünktlich am Flughafen Frankfurt sein? Kein Problem, der Fernverkehr fließt fast normal; die vorsichtigen Reisenden, sind viel zu früh da. Wir - das sind Thomas Angelkorte, der Tonmeister, Werner Grabinger, der Toningenieur sowie der Redakteur, der das Tagebuch führt. Und Karsten Gundermann, der Komponist, ist dabei. Seine "Nachtigall" führt uns nach China.
Was der Name des Komponisten auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, ist die Tatsache, dass diese "Nachtigall" eine echte Peking-Oper ist. Gundermann ist der einzige Ausländer, der sich je auf diesem unbekannten Terrain versucht hat, und das mit Erfolg. Sein 1993 uraufgeführtes Stück, frei nach Hans Christian Andersen, wird in China viel gespielt, zahlreiche Auslandstourneen haben es auch bei uns durchaus bekannt gemacht. Trotz seiner durch und durch chinesischen Anmutung hat es Qualitäten, die es als Einführung in die Gattung geeignet erscheinen lassen. Ganz abgesehen davon, dass der Komponist ein geradezu idealer Vermittler ist. Deshalb sind wir unterwegs nach Peking, wir werden "Die Nachtigall", also "Yeying" in der "National Academy of Theatre Arts" mit einem entsprechenden Ensemble aufzeichnen. Fünf Tage haben wir dafür Zeit, die Anreise mit eingeschlossen!
Reinhard Ermen
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr
27.10.07 Samstag
Der Flug mit der Air China dauert etwa neun Stunden. China ist uns in der Zeit sechs Stunden voraus, als wir in Peking ankommen, ist es etwa sieben Uhr Ortszeit. Die Grenzformalitäten sind schnell genommen, fast unkompliziert verglichen mit einer Einreise in die USA. Die Landung selbst erscheint wie ein Wunder, denn in Peking herrscht dichter Nebel. Es ist herbstlich kühl.
Bei der langen Taxifahrt taucht die Stadt nur zögernd aus der nassen, grauen Suppe auf. Ist das ein echter Nebel oder bereits eine Hardcore-Variante des viel beschworenen Pekinger Smogs? Am nächsten Tag wird sich das Thema Smog erledigen, denn Peking erfreut uns durch eine kristallklare, kühle Witterung, während der vier Tage vor Ort herrscht sozusagen Parteitagswetter, wie bestellt.
Und dann ist auch zu sehen, was bei der Einfahrt in die unbekannte Riesenstadt nur schemenhaft erkennbar war: Eine Hochhauslandschaft, eine Versammlung von Wohnburgen und Geschäftspalästen, nicht unbedingt Wolkenkratzer, sondern eher behäbige bis geräumige Kästen in der primär horizontal angelegten Stadt Peking. Wir fahren vorbei an Architekturen, die schnell wachsen, sich gelegentlich auch einen kessen Schnörkel leisten, die aber noch schneller zu altern scheinen. Peking, das ist ein Zusammenspiel von Vergessen, heute und übermorgen! Die Olympiade steht vor der Tür, erwartungsfroh kündigt sich das kommende Ereignis an, vor allen Dingen im Fernsehen wird auf allen Kanälen getrommelt.
Wir wohnen im 'Grand View Garden Hotel', in einer weitläufigen Hotelanlage im Süden in Xuan Wu. Das ist ein vergleichsweise unterentwickelter Ortsteil am zweiten Stadtring. Hinter den manchmal noch gemütlichen, baumgesäumten Straßen mit kleinem Gewerbe und einladender Gastronomie bröckeln Wohnbauten von gestern, eine neue Baugeneration schaut aus den Verschalungen. Das Hotel liege in der Nähe der Akademie, hat es zuvor geheißen; trotzdem braucht man zu Fuß noch eine gute Stunde. Das sind die kurzen langen Distanzen in der Millionenstadt Peking! Und wer hat schon Lust, sich an den gesichtslosen wie ungemütlichen Schnellstraßen seinen Weg zu suchen? Taxifahren ist für den Ausländer mit einer starken Währung in der Tasche ohnehin eine vergleichsweise billige Angelegenheit. Für einen Euro bekommt man heute etwas mehr als zehn Yuan.
Schon um 14 Uhr ist eine erste Vorbesichtigung des Studios in der Akademie eingeplant. Die "National Academy", ursprünglich die "Academy of Chinese Traditional Opera", ist vor wenigen Jahren in einen Neubau außerhalb des zweiten Rings gezogen. Ein großes Theater mit hohem Bühnenhaus und ein einladender Sportplatz sind die ersten Erkennungsmerkmale. 1000 Studenten werden hier von 200 Lehrern unterrichtet, so sagt es die Auslandsbeauftragte Chai Lixing im Interview. Sechs Studiengänge werden angeboten: Die darstellende Kunst für Sänger, Schauspieler und Akrobaten, die Musik für Interpreten und Komponisten, die Regie, die Literatur für Librettisten, aber auch Fachkritiker, das Bühnenbild und die Ausstattung. Der letzte Studiengang ist der jüngste, es geht mit Blick in die Zukunft um Neue Medien und Sound Design.
Für den Dresdner Karsten Gundermann ergab sich schon in Deutschland eine enge Verbindung zu der Gattung: Der unbestrittene deutsche Kenner der Peking-Oper Gerd Schönfelder hat sie ihm vermittelt. 1992/93 hat Gundermann dann am Institut Musik und Literatur zur Peking-Oper studiert. Seine "Nachtigall" wurde 1993, natürlich in Peking, uraufgeführt. Das Ton-Studio residiert im fünften Stock des Bibliotheksgebäudes. Für unsere Aufnahme ist es gerade ausreichend, um nicht zu sagen, fast ein wenig zu klein, also für ein Ensemble von 12 Instrumentalisten und einigen (wenigen) Darstellern; "ein mittleres Aufnahmestudio, in der Größenordnung eines kleinen Kammermusiksaals, auch ziemlich gedämpft", so lautet die Klassifizierung von Thomas Angelkorte. Das verspricht eine trockene, sehr direkte Aufnahme.
Leider wird das Studio zur Zeit gerade umgerüstet. Deshalb haben wir sicherheitshalber eigene Technik mitgebracht. Und siehe da, am nächsten Tag wird sich erweisen, dass fast alles davon auch gebraucht wird, etwa unser kleines Misch-Pult (Meckie 1642), die mitgebrachten Mikrophone, ergänzt um die Haustechnik der Akademie. Die Aufnahme mit acht Kanälen und zwölf Mikrophonen läuft über den Laptop des Tonmeisters. Werner Grabinger wird öfters zum Lötkolben greifen müssen.
Trotz Jetleg machen wir nach der Studiobegehung eine Kurztour in die Stadt. Etwas mehr Historie bietet das Zentrum, sprich der Platz des Himmlischen Friedens (Tian’anmen). Da gibt es breite Straßen, stalinistische Restmonumente, altchinesische Architektur. Auch wir machen unsere Fotos am Eingangstor zur 'Verbotenen Stadt' , über dem heute ein Maobild hängt. Im Park nebenan tauchen wir kurz in eine Ruhezone. Ein alter Mann schreibt mit Wasser Kalligraphien auf den Stein und wir lernen, dass Schönheit vergänglich ist. Ein immer wieder neu aufgegossener Tee aus kleiner Kanne und winzigen Tassen, den wir im alten Teehaus neben unserem Hotel einnehmen, scheint dagegen ewig zu halten.
Dann: Schlafen, endlich schlafen!
Reinhard Ermen
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr
28.10.07 Sonntag
Wir sind wieder im Studio der Akademie und bauen auf. Nach Versuchen mit der hauseigenen Technik, kommen wir auf das mitgebrachte Equipment zurück. In einem zweiten Fall revidieren wir unsere Planung. "Die Nachtigall" ist mit rein chinesischen Instrumenten besetzt, also mit entsprechenden Lauten oder "Mondgitarren", mit zweiseitigen Streichinstrumenten (Jings), mit eine Bambusflöte (Dizi) und Holztrompeten. Ein wichtiger Bestandteil ist das vierköpfige Schlagzeugensemble, bestehend aus Becken, Gongs und Trommel. Von der Trommel aus wird das Ganze auch geleitet.
Den Lautstärkepegel dieser Gruppe haben wir einfach unterschätzt. Den Versuch, das Schlagwerk im gleichen Raum wie das übrige Ensemble zu platzieren, geben wir schnell auf und verlegen die Viererbande auf Rat des Studioleiters in eine getrennte Aufnahmekabine mit angelehnter Tür. Der erste Trommler Geng Liangjun gibt seine Zeichen durch die Kabinenscheibe. Das funktioniert reibungslos. Das Ensemble reagiert sehr flexibel auf alle Temporückungen.
Langsam gewöhnen wir uns an den direkten, ruppigen Klang dieser Musik, die mit einer für zentraleuropäische Nerven großen Eindringlichkeit daherkommt. Die Sänger schwelgen in einem weitläufigen Vibrato. Auf lauten Plätzen, gegen den Lärm konkurrierender Umgebungen habe sich früher so ein Pekingopernensemble gelegentlich durchsetzen müssen, weiß Gundermann. Die Chinesen empfinden das als Teil der natürlichen akustischen Anmutung. Wir hören eine Art Unisonomusik, die laut und leise daherkommt, je nachdem welche Instrumente gerade im Einsatz sind; zu besonderen szenischen Attacken tritt das Schlagwerk machtvoll auf. Bewegung und Akrobatik sind integraler Bestandteil des Textes.
Bei dieser Gelegenheit, ein ganz kurzer Blick ins imaginäre Lexikon:
sie entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus höfischen Traditionen zu einer Spielart des musikalischen Volkstheaters und erlebte ihre eigentliche Blütezeit zwischen 1870 und 1920. Ihre Geschichten findet sie in der alten Dramenliteratur, in den überlieferten (gelegentlich endlos langen) Romanen oder in Volkserzählungen. In der mittlerweile klassischen Form, die sich nochmals in lokale Schulen dividiert, ist das die effektvolle Vereinigung von Pantomime, Akrobatik, Tanz, Schauspiel, Masken und Gesang. Wenn man so will, handelt es sich um eine Art Gesamtkunstwerk unter chinesischen Vorzeichen.
Dass man, wie in unserem Fall, lediglich den Ton eines gesamten Stückes aufzeichnet, mit entsprechenden, insistierenden Wiederholungen, ist für die Protagonisten der Akademie anscheinend etwas durchaus Neues; man sieht sich mit deutscher Gründlichkeit konfrontiert und liefert diszipliniert seinen Beitrag zur Wertarbeit. Thomas Angelkorte wird die Aufnahme zu Hause nicht nur schneiden, sondern auch behutsam nachbearbeiten.
Ein für uns neues Problem liegt in der Tatsache, dass es keine normale Partitur gibt. Das Stück ist in einer chinesischen Tabulatur festgehalten. Ungläubig registrieren wir einen geordneten Aufmarsch von Zahlen und Strichen auf dem Papier. Die Musiker kommen wunderbar damit zurecht, wir verstehen nur Bahnhof. Wir sind also ganz auf das Hören ohne die ständige Kontrolle durch einen Notentext angewiesen!
Gundermann hat schon in Deutschland einen Plan für die (unchronologische) Reihenfolge in der Aufnahme festgelegt. Am ersten Tag kommen wir noch nicht so weit, aber wir gewöhnen uns an das Stück und finden manchmal schon vertraute Wendungen. Die beiden komischen Figuren, der alte und der junge Minister, kommen uns von Anfang an vertraut vor. Die urigen Schauspieler mit ihrer übergestischen, gleichsam pausbackigen Ausdrucksweise erscheinen wie entfernte Verwandte aus der Commedia dell’Arte, wie exotische Wiedergänger von Truffaldino oder Pantalone. Auch das, was der Darsteller des Todes, Xu Chao, über seine Rolle sagt, können wir irgendwie verstehen: "Der Tod wohnt in China in einem Palast unter der Erde, und dort richtet er über die guten und bösen Taten. Er hat in diesem Stück die Funktion, Gerechtigkeit auszuüben."
Reinhard Ermen
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr
29.10.07 Montag
Das ist unser Hauptaufnahmetag. Heute muss alles gelingen. Zwar ist ein zusätzlicher Tag unsererseits möglich, doch ob wir dann alle, die gebraucht werden, noch mal zusammenkriegen, ist gar nicht so sicher; also: Augen zu, Ohren auf und dann durch!!!
Es gab in den letzten Jahren immer wieder Versuche, die Peking-Oper zu reformieren. Bei uns bekannt geworden sind vor allen Dingen realsozialistische Neuverortungen wie "Das rote Frauenbatallion" oder der "Tigerberg". Diese klingen fast vertrauter als die "Nachtigall". In neuester Zeit versucht man der Gattung auch mit modernem Instrumentarium, ja mit einem Seitenblick aufs Musical zu liften.
Karsten Gundermanns Versuch von 1993 zeichnet sich dadurch aus, dass er die Peking Oper aus ihrer Tradition heraus erneuert. Er praktizierte 1993 einen seinerzeit für China ungewohnten Umgang mit historischen Aufführungspraktiken. Deshalb klingt "Yeying" für europäische Zuhörer ausgesprochen authentisch, und auch die Einheimischen würden sagen, das ist traditionell, das ist „chinesisch, wenigstens zu 85% und es sind 15% dabei, die einen westlichen Einfluss verraten." (Gundermann).
Manche Neuerungen entgehen uns dabei, wenn der Komponist etwa verschiedene Gattungstraditionen zusammenführt. Um das zu erreichen, hat Gundermann bei der Arbeit Note für Note mit seinen Lehrmeistern diskutiert. "Der Kompositionsvorgang lief in der Regel so, dass ich die Arie geschrieben habe, meine Meisterin hat sie durchkorrigiert und hat gesagt, also diese Stelle klingt für chinesische Ohren völlig eigenartig, wir würden das so machen", erzählt der Komponist. "Dann habe ich das durchgehört und habe gesagt, 'das ist für Europa eine Melodiebildung, die vollkommen ausdrucksleer ist, weil die Floskel bei uns so nicht tradiert ist, könnten wir das vielleicht so machen, dass wir zumindest noch Ansätze der Gefühlswelten, die wir ausdrücken wollen, hineinnehmen?' Und dann hat meine Lehrerin wieder gesagt, 'das klingt ja merkwürdig, das ist keine Peking-Oper mehr...' So ist eigentlich jedes Stück in dieser Oper, jede Note, zehnmal hin und her korrigiert. Das ist ein sehr detaillierter und mühsamer Prozess gewesen."
Der Komponist will vermitteln, will seine Begeisterung für diese ehrwürdige Tradition auf uns übertragen, und das macht er mit List. Das fängt schon bei der Länge an. "Die Nachtigall" dauert keine zwei Stunden, wir sollen nicht überfordert werden! Gundermann: "Man hat mir damals von der chinesischen Musikwissenschaft immer vorgeworfen, dass meine Arien viel zu kurz sind. Eine Pekingopernarie kann auch gut 15 bis 20 Minuten dauern. Das ist aber etwas, was man damals einem ausländischen Hörer nicht ohne weiteres zumuten wollte. Deshalb habe ich das so gemacht, dass die erste Arie 30 Sekunden geht, damit man überhaupt erst einmal einsteigt. Dann kommen Akrobatik, unterhaltende Elemente und so weiter. Und dann kommt die nächste Arie, die ist eine Minute lang. So steigert sich das in der Oper langsam bis zu maximal sechs Minuten. Das ist schon eine lange Zeit für Ausländer. Und obwohl die Oper mit einer Gesamtspielzeit von einer Stunde und vielleicht 45 Minuten sogar noch unter der normalüblichen Operndauer im europäischen Bereich ist, hat man durch den großen Anteil von neuen Entdeckungen, die man während des Stückes macht, schon nach anderthalb Stunden das Gefühl, ein abendfüllendes Werk erlebt zu haben.“
In Gundermanns Oper spielen auch die Tiere mit, nicht nur die Nachtigall. Auf der Suche nach dem wunderbaren Vogel tun die beiden Minister manch einen Fehlgriff; der Frosch ist keine Nachtigall, man hört es in in den tiefen Streichern quaken. Auch die Kuh ist keine Nachtigall, die Kuh hätte muhen müssen, doch dieser tierische Urlaut wurde tags zuvor bei der entsprechenden Szene vergessen. Was wird aus dem MUUUH? Der Komponist entscheidet: Das Vieh wird keinen Laut von sich geben, wir bauen auf die Phantasie des Hörers.
Um 17.40 Uhr ist alles im Kasten. Das Team, das sich zum großen Teil aus Lehrern und Absolventen der Akademie rekrutiert, eilt auseinander, die aufgeschobenen Unterrichtsstunden müssen nachgeholt werden. Die Schüler warten.
Reinhard Ermen
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr
30.10.07 Dienstag
Wir sind in der Verbotenen Stadt. Wir bestaunen die weitläufige Palastanlage mit ihrer architektonischen Dramaturgie von größeren und kleineren Repräsentationsbauten. Wer vom Süden nach Norden durch das Terrain schreitet, erlebt die Hallen als überdimensionale Kulissen. Ein Gebäude rahmt das nächste, es gibt atemberaubende Durchblicke.
Zurzeit wird freilich auch viel restauriert, ein Teil der Anlage ist eingerüstet, auch die Verbotene Stadt putzt sich für die Olympiade heraus. Wir nehmen zur Kenntnis, dass dieser Ort eine gut gepflasterte Steinwüste ist mit einem relativ kleinen, formal festgefassten Gärtchen am nördlichen Ende. Im Anschluss durchwandern wir im weiten Bogen die Stadt und landen in einer hochgezüchteten Einkaufsmeile, in der Wangfujing, wo der Kapitalismus und dessen Verführungen erbarmungslos zuschlagen. Der neue chinesische Mittelstand repräsentiert sich hier mit Lust, wir aus dem alten Europa sind fast ein wenig eingeschüchtert.
Wir reisen zurück, haben wenig gesehen aber viele, neue Erfahrungen gemacht. Wir bekommen sieben Stunden (die Zeitumstellung in Deutschland haben wir fast nicht bemerkt) geschenkt. Wir haben womöglich wenig gesehen aber viel erlebt.
Reinhard Ermen
Letzte Änderung am: 17.12.2007, 18.14 Uhr