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In der letzten Folge unseres Sprachkurses lernen wir, wie wir Chinesen in ein Restaurant zur Peking-Ente einlädt. Und wir lernen zu sagen: "Ich komme nach Peking um mir die Olympischen Spiele anzusehen."
Jürgen Hoeren (H): Nimen hao - Die 70. Folge!
Mu Gu: Die letzte Folge!
Wolfgang Baus (B): Und es wäre wohl ein Leichtes gewesen, allein über das Essen 70 Folgen zu machen. Über all die dianxin, die dimsum, diese köstliche kantonesischen Snacks, über die Pekingente und über all die hundert Horrorspeisen, die unverzichtbaren Klischees der Chinareiseliteratur: Hundefleisch, Seegurke, Affenhirn, Entenmagen.....
H: Apropos Ente. Wenigstens das sollten Sie mir noch sagen, was Pekingente denn auf Chinesisch heißt und wo ich sie bekomme.
G: Wir sprechen von der Peking-Grillente, Beijing kaoya; kao ist grillen und ya ist die Ente. So eine Beijing kaoya bekommen Sie, da die Zubereitung aufwändig ist, nicht in jedem Pekinger Lokal. Wenn Sie aber Interesse an Peking-Ente durchblicken lassen, werden Ihre Bekannten Sie vielleicht in Pekings renommiertes Quan Ju De einladen, ein Restaurant, das ganz auf Peking-Ente spezialisiert ist und wo in der besten Zeit angeblich täglich über 10.000 dieser Tiere verspeist werden.
B: Es bleibt Ihnen doch unbenommen, selber dorthin einzuladen. In China macht man sich am einfachsten Freunde, indem man zum Essen einlädt. Überraschen Sie Ihre chinesischen Bekannten mit dem Vorschlag: "Wie wär's, wenn wir ins Quan Ju De Peking-Ente essen gehen. Ich lade ein."
G: Women qu Quan Ju De chi Beijing kaoya zenmeyang? Wörtlich: Wir gehen Quan Ju De essen Pekingente. Und fügen Sie am besten noch hinzu: Wo qing ke.
B: Womit Sie klarstellen, dass Sie zahlen, den qing kennen wir ja bereits als bitte oder bitten, und ke ist der Gast......
G: ....so dass wo qing ke wörtlich heißt Ich bitte, mein Gast zu sein.
B: Das wäre wohl gerade für Deutsche ein wichtiger Tipp. Bloß keine getrennte Rechnung. Dafür gab es ja im Chinesischen früher nicht mal ein Wort. Und es ist wohl Inbegriff einer sehr besonderen deutschen Form der Geselligkeit, dass man am Ende eines schönen Essens auseinander rechnet, wer was gehabt und für was zu bezahlen hat. Darauf sollten Sie in Peking unbedingt verzichten. In China heißt es einladen und eingeladen werden. Also: Fahren Sie nach China. Lassen Sie sich überraschen, wie freundlich man auf Ihre Worte reagieren wird. Sagen Sie: Wo lai Beijing kan Aoyunhui = Ich komme nach Peking um mir die Olympischen Spiele anzusehen. Die Chinesen stellen die Spiele unter das Motto:
Eine Welt – Ein Traum
B,M,H: Tong yi ge shijie, tong yi ge mengxiang
B,M,H: Zai jian!
Letzte Änderung am: 17.09.2007, 13.47 Uhr